Knotenkunde

Der Rhein ist kein stehendes Gewässer.

Nein, das ist er in der Tat nicht.
Um so wichtiger ist es deshalb unsere Lieblinge mit den richtigen Knoten anzubinden.
Bei der Prüfung für den Bootsführerschein wurde von uns verlangt 3 Knoten auf Zuruf auszuführen.
Lang ist es her......
Dehalb hier ein kleine Auffrischung.

Palstek

Zu den bekanntesten Knoten gehört zum Beispiel der Palstek.
Mit ihm wird eine Schlinge hergestellt, die sich nicht zuzieht.


Schritt 1:
Man legt ein Auge, das kürzere Ende zeigt nach oben.

Schritt 2: Das Auge wird festgehalten und das lose Ende von unten durchgeführt.
Das so entstandene zweite Auge bildet hinterher die feste Schlinge.

Schritt 3: Jetzt das lose Ende einmal um das feste Ende schlagen und von oben durch das erste Auge führen.

Schritt 4: Die Größe der feststehenden Schlinge bestimmen und dann den Palstek zuziehen.

Merksatz: Eine Schlange taucht aus dem Teich, kriecht um den Baum und taucht dann wieder in den Teich zurück!

Kreuzknoten

Auch der Kreuzknoten ist ein wichtiger Knoten.
Mit diesem Knoten kann man zwei gleichstarke Seile sehr gut verbinden.


Schritt 1:
Zwei Seile der gleichen Stärke sollen miteinander verbunden werden. Dazu werden zwei Überhandknoten in umgekehrter Richtung übereinander gesetzt. Wir beginnen damit, die beiden Seile über Kreuz zu legen.



Schritt 2: Es folgt der erste Überhandknoten. Dazu das weiße Seilende einmal um das lila Seil schlagen.



3. Schritt: Der zweite Knoten folgt dann in umgekehrter Richtung. Das lila Seil wird einmal über das weiße Seil geschlagen.



Schritt 4: Hier ist der Kreuzknoten im Prinzip schon fertig, muss jedoch noch fest gezogen werden. Einen richtigen Kreuzknoten erkennt man daran, dass die beiden Enden parallel, in diesem Fall auf der oberen Seite verlaufen.



Schritt 5: Ein echter und zugezogener Kreuzknoten.

Webeleinstek

Der Webeleinstek kann gesteckt oder geworfen werden. Die geworfene Variante verwendet man zum Beispiel zum Festmachen des Bootes an einem Poller. Gesteckt wird der Webeleinstek dazu verwendet eine Leine oder ein Seil an einem Gegenstand zu befestigen.


Schritt 1: Den Tampen oder das Seil von oben über den festen Gegenstand legen und von unten das Seil greifen.

Schritt 2: Das Ende über das Seil ziehen, so dass sich ein Kreuz bildet und das Ende von unten greifen.


Schritt 3: Das Seilende unter das keuzende Seil schieben, so dass das lange und das kurze Ende des Seils parallel liegen.


Schritt 4: Den gesteckten Webeleinenstek fest ziehen um zu verhindern, dass sich der Knoten löst. Das Ende eventuell durch ein oder zwei halbe Schläge sichern.

Achtknoten

Oftmals werden die Seilenden mit einem Achtknoten gesichert. Das Aussehen des Achknotens erinnert an eine Acht, wodurch sich der Name von selbst erklärt.


Schritt 1: Man bildet am Ende des Seils ein Auge.


Schritt 2: Das kurze Seilende einmal um das lange Seilende legen.


Schritt 3: Das kurze Ende von unten durch das Auge ziehen. Jetzt sieht man schon die Achtform des Seemannsknoten.
Schritt 4: Den Achtknoten festziehen. Er lässt sich auch bei starker Belastung noch einfach lösen.

Schotstek

Mit dem einfachen Schotstek werden zwei unterschiedlich starke Taue miteinander verbunden. Der Schotstek lässt sich auch nach stärkerer Belastung einfach lösen und ist eine Basisknoten in der Seefahrt.

Wichtig: Beim Knüpfen des Schotsteks muss darauf geachtet werden, dass sich die beiden Enden der Seile auf der gleichen Seite befinden. Andernfalls spricht man vom linkshändigen Schotstek, der sich schnell lösen kann.


Schritt 1: Aus dem dickeren Seil legt man eine Bucht. Mit dem dünneren Seil fährt man, wie auf dem Foto zu sehen, durch die Bucht. Wichtig: in Richtung des kürzeren Endes.


Schritt 2: Das dünnere Ende wird um das dickere Seil herum gelegt.


Schritt 3: Man fährt mit dem Seil zwischen Bucht und dünnerem Seil hindurch.


Schritt 4: Nun kann der einfache Schotstek festgezogen werden. Wenn man alles richtig gemacht hat, befinden sich beide Seilenden auf der gleichen Seite.